Vollzug der Wassergesetze und der Eigenüberwachungsverordnung;
Erneuerung von Schächten im Hauptsammler zwischen Brand und Steinbach

Rund 8 Liter Grundwasser läuft pro Sekunde über die 10 Schächte im Bibergebiet an der Steppach in Brand in den Kanal. 252.288 Kubikmeter Grundwasser die dann zur Kläranlage Erlangen transportiert und dort aufwendig gereinigt werden müssen. Die Pumpkosten und die Aufbereitung kosten ca. 120.000,- € jährlich.

Dieses sogenannte Fremdwasser nimmt Kapazitäten in der Kanalisation weg – Volumen das dann eventuell der Erschließung eines Baugebietes entgegensteht.

Dieses Wasser fehlt auch dem Grundwasserkörper.

Aus wasserrechtlicher Sicht ist das ein nicht genehmigungsfähiger Eingriff in den Grundwasserkörper – eine Grundwasserentnahme muss vorher immer genehmigt werden.

Maximal 25% Fremdwasser darf im Abwasserenthalten sein – hier kommen wir 95,7 %. In 100 Liter Abwasser sind gerade einmal 4,3 Liter Abwasser enthalten!

Der Kanal ist in einem sehr guten Zustand. Schwachstelle sind wie so oft die Schächte. Durch Schachtringfugen und „Tagwasserdichten“ Deckel gelangt das Wasser in den Kanal.

Nun werden die Schächte –die teilweise in der Steppach stehen - erneuert. In dem Feuchtgebiet eine besondere Herausforderung. Aus naturschutzrechtlichen Gründen darf die Maßnahme erst ab Oktober durchgeführt werden.

Vom Schacht 62 bis Schacht 66 werden wir nun dem Fremdwasser den Kampf ansagen und die Schächte gleich so bauen, dass auch der Biber die Deckel nicht mehr fluten kann.

Wir nutzen das Projekt auch, um eine bessere Belüftung des Kanals zu erreichen.

Am Ortsende von Brand ist eine Abwasserdruckleitung am Sammler angeschlossen. Durch die tagwasserdichten Deckel kann der Schwefelwasserstoff nicht aus dem Rohr entweichen und schädigt so die Substanz.

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